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Mit einem so großen Andrang hatte die Flüchtlingshilfe Blumberg am Samstag nicht gerechnet. Nach längerer Renovierung stellte sie zusammen mit der Stadt Blumberg die zukünftige Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Adler-Post in Zollhaus vor.

Blumberg. Bis zu 50 Personen könne die Stadt hier unterbringen, sagte Bürgermeister Markus Keller bei der Begrüßung. Die Stadt habe das Lokal gekauft und für über 300 000 Euro saniert. Sobald zehn Flüchtlinge beisammen seien, könne die Belegung beginnen. Er dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und überreichte der Koordinatorin der Paten, Andrea Sauter, einen Kuchengutschein.

In der Unterbringung des Landkreises im Schweizer-Hof laufe es gut. Er gehe davon aus, dass es in der Adler-Post ebenso reibungslos zugehen werde. Wann die ersten Flüchtlinge hier untergebracht werden, sei noch völlig unbekannt. Die Stadt sei auch Dank der Helfer gut vorbereitet, sagte Keller.

In den vergangenen Tagen diente das Gebäude 16 Jugendliche eines internationalen Workcamps als Unterkunft. Als Dank für die tatkräftige Unterstützung erhielt die Flüchtlingskoordinatorin der Stadt, Nicole Schautzgy, vom Organisationsteam der Flüchtlingshilfe ebenfalls einen Gutschein. Die ehrenamtlichen Helfer bekommen in der Adler-Post einen eigenen Raum und können ein Zimmer für den Deutschunterricht nutzen. Die Stadt möchte gerne einen Beamer dafür anschaffen, ist aber auf Spenden angewiesen, betonte Nicole Schautzgy. Nach einer Führung durch das Gebäude machten sich die Gäste über den gespendeten Kuchen her. Der junge Kassim vom Schweizerhof spielte auf der Flöte ein Liebeslied. Einige Männer begeisterten die Gäste mit gelungenen Tanzeinlagen aus ihrer Heimat. Auf der zum Anwesen gehörenden Wiese spielten die Kinder Fußball und schossen auf eine extra aufgestellte Torwand.

Stellwände informieren über die Arbeit

Bei vielen Besuchern tauchten Erinnerungen an fröhliche Stunden in dem altehrwürdigen Lokal auf. "In diesem Raum saßen wir oft fröhlich zusammen", meinte Stadtrat Helmut Mirowsky. Die Tische waren mit weißen Decken aus dem Hotelbestand gedeckt. Die beiden Flüchtlinge Shahid und Afsal aus Riedöschingen halfen beim Herrichten kräftig mit. Große Stellwände informierten über die Arbeit der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Vom Schweizerhof waren zahlreiche Bewohner gekommen, darunter auch ganze Familien und auch das jüngste Kind, das erst vor wenigen Tagen geboren wurde, war in seinem Kinderwagen mit von der Partie. Für Kinder war ein kleiner Maltisch aufgestellt, der eifrig genutzt wurde. Bereitwillig beantworteten die Helfer die vielen Fragen der Besucher. Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Das nächste Flüchtlingscafé ist am Samstag, 30. Juli, ab 16 Uhr nochmals im Gemeinschaftshaus Zollhaus. Dann wird es in der Adler-Post stattfinden.

 

 

 

 

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